Förderpreisträger 2026
Motto: „Lesen“
Die Johann Bünting Stiftung hat den diesjährigen Förderpreis unter dem Motto „Lesen“ an drei Preisträger vergeben.
Ruller Haus e.V. Projekt LiesA

Der gemeinnützige Kulturverein „Ruller-Haus e.V.“ aus Wallenhorst-Rulle wird in diesem Jahr mit dem Johann Bünting Förderpreis ausgezeichnet. Die Ehrung gebührt insbesondere dem Projekt „LiesA – Lesen ist ein starker Anfang“, das eine wegweisende Initiative zur Verbesserung der Lesekompetenz von Kindern im Grundschulalter darstellt. Die feierliche Preisübergabe erfolgte durch Andreas Schmitz, Gebietsleiter Fam/Com und Jury-Mitglied, sowie Celia Brandenburger, Johann Bünting-Stiftung.
Mit „LiesA“ bietet der Verein „Ruller-Haus e.V.“ ein qualifiziertes Leseförderungsprogramm für Kinder ab 4 Jahren sowie Grundschulkinder. Das Programm umfasst ein strukturiertes vierjähriges Konzept, das Kindern sowohl Lesefertigkeit als auch Lesekompetenz spielerisch und praxisnah vermittelt. Die pädagogische Arbeit von Stephanie Scholze, der engagierten Referentin für Leseförderung und Literaturpädagogik, ist hierbei von zentraler Bedeutung. Die Veranstaltungen im Rahmen von „LiesA“ umfassen Lesewerkstätten, Wunschkino-Abende, Bilderbuchkino, Osterlesetage und ein jährliches Autoren-Sommerfest. In diesen Programmen werden Kinder sowohl mit inspirierender Literatur konfrontiert, als auch durch Aktivitäten wie Bastelarbeiten, Gesprächsrunden und kreative Spiele gefördert.
Grundschule Blankenhagen – Lesepaten
Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt das außergewöhnliche Engagement der Schule im Bereich der Leseförderung sowie ihr wegweisendes Konzept der individualisierten Lernbegleitung. Die feierliche Preisübergabe erfolgte durch Peter Detmers, Vorsitzender der Johann Bünting Stiftung, sowie Sabine Geveshausen, Mitglied der Jury des Johann Bünting Förderpreises.
Die Johann Bünting Stiftung hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, ehrenamtliches Engagement und wegweisende Initiativen nachhaltig zu fördern. Mit dem Förderpreis würdigt die Stiftung jährlich Projekte, die Bildung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe stärken. In diesem Jahr stand der Preis unter dem Motto „Lesen“.
„Die Grundschule Blankenhagen zeigt in beeindruckender Weise, wie eine starke Lesekultur und persönliche Lernbegleitung dazu beitragen können, Kindern die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten“, hob Peter Detmers in seiner Rede hervor.
Gemeinschaftsgrundschule Hille, Lesepatenprojekt
Seit 2008 gibt es an der Grundschule Hille das Lesepatenprojekt, das vom Kinderschutzbund unter dem Motto „Lesen und Lernen im Mühlenkreis“ initiiert wurde.
Elf Lesepatinnen und ein Lesepate engagieren sich ehrenamtlich und haben Freude am Umgang mit Kindern haben.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit bekommen die Lesepaten eine Einführung durch den
Kinderschutzbund, anschließend arbeiten sie mit den Lehrkräften und
Ansprechpartnerinnen der Schule zusammen.
Eine ehrenamtliche Kollegin, die ehemalige Schulleiterin, ist gemeinsam mit einer
Lehrkraft für die Koordination der Lesepatenstunden zuständig.
Uber die Jahre entwickelte sich ein enger Kontakt der Lesepaten zur Schule, bzw. zur
Klasse.
Das Lesen hat einen hohen Stellenwert sowohl an der Schule als auch in der
Elternschaft, sodass nicht zuletzt durch das Lesepatenprojekt immer wieder Eltern
motiviert werden, Büchereizeiten am Vormittag zu begleiten. Außerdem gibt es
Lesekontakte zwischen der Schule und dem nahegelegenen Altenheim, bei denen
die plattdeutsche Sprache eine zusätzliche Bereicherung für beide Generationen
darstellt. Das Lesepatenprojekt fördert auch die Dorfgemeinschaft, indem es
alteingesessene und zugezogene Menschen zusammenbringt.
Die Lesepaten arbeiten ehrenamtlich, sie bringen viel Zeit, Engagement und
Einfühlungsvermögen ein. Seit vielen Jahren wirken sie im Verborgenen und tun den
Kindern und der Gesellschaft Gutes!
Bei der Preisübergabe betonte der Vositzende der Johann Bünting Stiftung, Peter Detmers: „Wir sind stolz darauf, diese wichtige Arbeit unterstützen zu können.“

